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Wissenschaft

Wir lesen nicht aus der Kristallkugel

Warum Wissenschaftlichkeit?

Zuverlässige Diagnosen

Es sollen weder „falsch kritische“ noch „falsch unkritische“ Befunde erzeugt werden. Dies minimiert ein wissenschaftlich geprüftes Verfahren.

Organisationen können damit fundiert die gesundheitliche Qualität von Arbeitsbedingungen analysieren und Optimierungspotentiale erkennen.

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Passgenaue Maßnahmen zur Reduktion von Fehlbelastungen und zur Förderung von Gesundheitsressourcen sind in Organisationen möglich.

Strukturelle Gemeinsamkeiten der Gesundheitsprofile von Organisationstypen, Beschäftigten- und Tätigkeitsgruppen erlauben gemeinsame strategische Meta-Analysen und Meta-Interventionen.

Ressourcen für Beratungs- und Serviceleistungen könnten effektiver eingesetzt werden.

Die Evaluation der Wirksamkeit von Interventionen wäre leichter möglich.

Unwissenschaftlich ist es, wenn…
Kritische Merkmale beachten: Seien Sie skeptisch, wenn Anbieter

zur Verfahrenskonstruktion (Theorie, Item-Prüfung, Art/Umfang der Zielstichprobe, Faktorenanalysen/Reliabilitäten, Validität) schweigen,

Items (Fragen) beliebig verändern, streichen oder ergänzen würden,

Ergebnisse nicht auf Faktoren-Ebene, sondern nur auf Item-Ebene ausgewertet werden,

keine Normwerte anbieten, sondern nur Benchmarks oder gar keine Referenzwerte;

Welche Merkmale haben wissenschaftliche Diagnoseinstrumente?

Wissenschaft FAQs

Änderung der Items (Fragen): Aus dem IMPULS-Test (2002) wurden sechs Items wurden nach entsprechenden Analysen (Messgenauigkeit, inhaltliche Überlegungen) entfernt und fünf neue Items zu Umgebungsbelastungen ergänzt, welche aus dem Datenpool der Befragung „Ich mess´ den Stress“ (Molnar & Steurer, 2012) gewonnen wurden.

Neugestaltung der Faktoren (Themen): Dem IMPULS-Test (2002) lag eine 11-Faktoren-Struktur zugrunde, die nicht repliziert werden konnte (Steurer, 2011). Auf Basis der Item-Änderungen beim IMPULS-Test|2 Professional (2012) wurde von Scheck & Schünemann (2012) eine neue und stabile hierarchische Faktorenstruktur testtheoretisch entwickelt (5 Skalen, 11 Subskalen, 25 Items) und damit die Messqualität auf Skalenebene deutlich verbessert. Die Reliabilitäten der Skalen liegen zwischen 0,75 und 0,90 und sind damit größtenteils höher als die Anforderungen der DIN/ÖNORM EN ISO 10075-3 an Screening-Verfahren.

Umkehr der Polaritäten der Skalen: Die Bedeutung der Skalenpolaritäten wurden umgedreht. Wurde ein niedriger Wert im IMPULS-Test (2002) als kritischer Wert interpretiert, ist das nun genau umgekehrt. Ein hoher Wert im IMPULS-Test|2 Professional (2012) bedeutet, dass eine hohe Ausprägung des gemessenen Merkmals – also der psychischen Belastungsausprägung – vorliegt.

Ersatz der Wunsch-Werte: Die erhobenen Wunsch-Werte des IMPULS-Tests (2002) pro Item lagen tendenziell immer im oberen, positiven Bereich der Skala und brachten daher keinen diagnostischen Informationsgewinn (Scheck & Schünemann, 2012). Ihre Erhebung konnte somit entsprechend der beiden Gütekriterien Ökonomie und Zumutbarkeit nicht mehr aufrecht erhalten werden. Sie wurden im IMPULS-Test|2 Professional (2012) durch eine Frage zur Verbesserungspriorität pro Skala ersetzt (0 % = unwichtig bis 100 % = wichtig). Dazu können auch konkrete Kommentare zu den einzelnen Items mittels freien Texteingaben ergänzt werden.

Ergebnisinterpretation durch Eichung: Der IMPULS-Test (2002) zeigte die Ergebnisse als Real- und Wunsch-Zahlen in einem 11-Faktoren-Netzdiagramm an. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgte für jede der 11 Skalen gleich und zwar entsprechend der fünfstufigen Antwortskala entweder über die nur mathematisch festgelegten Wertebereiche 1 bis 2,5 (negativ), 2,5 bis 3,5, 3,5 bis 5 (positiv) oder über die Differenzen zwischen den Real- und Wunsch-Werten.Die Ergebnisinterpretation im IMPULS-Test|2 Professional (2012) ist nun durch die erfolgte Eichung des Verfahrens viel präziser (Scheck & Schünemann, 2012). Die Normtabellen dienen dazu, die Ergebnisse einer Messung mit einem Bezugswert vergleichen, und als kritisch, durchschnittlich oder unkritisch bewerten zu können. Dies ist etwa vergleichbar mit einem Blutbefund aus einem Labor, bei dem für jeden gemessenen Parameter dargestellt wird, ob er im Durchschnitt, über oder unter dem Durchschnitt liegt. Dieser Durchschnitt bezieht sich auf eine Bezugsgruppen von anderen Menschen bzw. deren Messwerte. Es gibt jeweils für die fünf Skalen und für die elf Subskalen gesondert erstellte Normtabellen (eine repräsentative Gesamtnorm, derzeit sieben Branchennormen, demografische Normgruppen nach Geschlecht, Alter, Bildung, Führungsfunktion, Voll- und Teilzeit, Schichtarbeit).

Auf die beliebten Wunsch-Zahlen wurde für den IMPULS-Test|2 verzichtet, weil die wissenschaftlich-testtheoretischen Überprüfungen (Scheck & Schünemann, 2012) ergeben haben, dass alle Wunsch-Werte IMMER rund um den Wert 4 liegen.

Das bedeutet, die Antworten auf die Wunsch-Fragen waren erwartbar und erbrachten keinerlei Informationsgewinn. Die einzig relevanten und daher unterscheidbaren Ergebnisse lagen und liegen in den Real-Werten. Die Wunsch-Werte trotz dieses Wissens weiterhin abzufragen, widerspricht dem Sinn eines Diagnoseinstruments: Die Wunsch-Werte liefern nämlich keine unterscheidbaren Diagnosen, sondern verursacht nur einen Mehraufwand bei Erhebung und Auswertung. Dies bringt keinen Mehrwert und widerspricht dem testtheoretischen Gütekriterium Ökonomie.

Psychologische Tests haben den Anspruch, auf Basis wissenschaftlicher Methoden Messungen von bestimmten Merkmalen zu ermöglichen. Beispielsweise messen solche Verfahren Intelligenz, Persönlichkeitseigenschaften, Einschätzungen bestimmter Themen, etc.

Solche Test erzeugen üblicherweise ein numerisches Ergebnis, welches Auskunft über die Ausprägung des gemessenen Merkmals geben soll. Die Rohwerte an sich können nicht interpretiert werden. Beispielsweise könnte ein solches Ergebnis den Wert 37 haben – eine Zahl, die ohne Bezugspunkte im luftleeren Raum steht und daher auch nicht gedeutet werden kann.

Um diesen Zahlenwert einordnen und interpretieren zu können, ist also ein Bezugmaß erforderlich. Die meisten psychologischen Tests interpretieren Ergebnisse über Normwerte. Das bedeutet, das Ergebnis einer Person oder Gruppe wird zu den Testwerten von anderen Personen bzw. Gruppen in Bezug gesetzt – üblicherweise anhand von Eichstichproben bzw. Normgruppen.

Zur Bildung von Normwerten gibt es zwei häufige Methoden:

  • Bildung von Prozenträngen durch eine nicht-lineare Transformation auf Basis der Häufigkeitsverteilung der Testwerte. Ein Prozentrang gibt an, wie viel Prozent der Bezugsgruppe einen Testwert erzielten, der niedriger oder maximal ebenso hoch ist, wie der Testwert x v der Testperson v)
  • Die Bildung von z-Normen durch Standardisierung an Mittelwert und Standardabweichung der Testwerteverteilung. (Der z-Wert gibt an, wie stark der Testwert x v einer Testperson v vom Mittelwert der Verteilung der Bezugsgruppe in Einheiten der Standardabweichung s x der Testwerte x v abweicht).

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hg.) (2013): Betriebliche Analyse der Arbeitsbedingungen – IMPULS-Test|2. In: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Erfahrungen und Empfehlungen. BAuA (Hg). Erich Schmidt-Verlag, Berlin, 234-239.

Molnar, M. (2006-2012): IMPULS-Projektleitfaden. Durchführung eines betrieblichen Anti-Stress-Projektes mit Hilfe des IMPULS-Tests. Für alle, die ein IMPULS-Projekt im Betrieb planen (5. Auflage). Wien: AUVA, Bundesarbeiterkammer, IV, ÖGB, WKO.
Molnar, M. (2013): IMPULS-Test|2 ® Professional als Online-Fragebogen zur Analyse psychischer Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz. In: Rückengesundheit und psychische Gesundheit. Nold & G. Wenninger (Hrsg.). Asanger-Verlag, Kröning. S. 91-102.
Der Download des Textes ist mit freundlicher Erlaubnis des Asanger-Verlages gestattet.

Molnar, M., Haiden, C. Geißler-Gruber, B (2002-2012): IMPULS-Broschüre. Erkennen von Stressfaktoren und Optimieren von Ressourcen im Betrieb. Gefördert von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (18. Auflage). Wien: AUVA, Bundesarbeiterkammer, IV, ÖGB, WKÖ.

Molnar, M., Haiden, C. Geißler-Gruber, B (2002-2012): IMPULS-Test. Analyse von Stressfaktoren und Ressourcen im Betrieb. Gefördert von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (18. Auflage). Wien: AUVA, Bundesarbeiterkammer, IV, ÖGB, WKÖ.

Molnar, M., Scheck, T. & Schünemann, L. (2015). IMPULS-Test|2 Professional (PSYNDEX Tests Review). In Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) (Hrsg.), PSYNDEX (Online-Datenbanksegment PSYNDEX Tests Dok.-Nr. 9006911). Trier: ZPID. (Online im Internet, URL: http://www.zpid.de/retrieval/PSYNDEXTests.php?id=9006911 ; Stand: 1.12.2015)

Molnar, M., Scheck, T. & Schünemann, L. (2014): IMPULS-Test|2 Professional – Online-Fragebogen zur arbeitsbezogenen Bewertung psychischer Belastungsfaktoren. In M. Eigenstetter, T. Kunz, R. Portuné & R. Trimpop (Hrsg.), Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit. Psychologie der gesunden Arbeit. 18. Workshop 2014. Kröning: Asanger. S. 117-120.

Molnar, M. & Steurer, J. (2012). Ergebnisübersicht “Ich mess’ den Stress”. Online-Befragung zu arbeitsbedingten psychischen und physischen Belastungen, Arbeitszufriedenheit, Befinden und Gesundheit. Unveröffentlichter Bericht. Wien: humanware GmbH.

Molnar, M. & Steurer, J. (2012). Gütekriterien, Branchen- und Demografie-Profile des IMPULS-Tests. In G. Athanassiou, S. Schreiber-Costa & O. Sträter (Hrsg.), Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit. Sichere und gesunde Arbeit erfolgreich gestalten – Forschung und Umsetzung in die Praxis (17. Workshop 2012); Kröning: Asanger. S. 263-266.

Molnar, M., v.d. Klaauw, N., Zimpel, S. (2012). Wirkungsanalyse von elf betrieblichen IMPULS-Projekten zur Stressreduktion. In: G. Athanassiou, S. Costa-Schreiber, O. Sträter (Hg.): Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit. Sichere und gute Arbeit erfolgreich gestalten. Forschung und Umsetzung in die Praxis. 17. Workshop 2012. Kröning: Asanger Verlag, S. 339-342.

Prümper, J., Hartmannsgruber, K. & Frese, M. (1995). KFZA – Kurzfragebogen zur Arbeitsanalyse. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 39 (3), 125-132.

Scheck, T. & Schünemann, L. (2012a). Testtheoretische Weiterentwicklung des IMPULS-Tests: 1. Teil (von 2). Unveröffentlichter Ergebnisbericht, Wien.

Scheck, T. & Schünemann, L. (2012b). Testtheoretische Weiterentwicklung des IMPULS-Tests: 2. Teil (von 2). Unveröffentlichter Ergebnisbericht, Wien.

Steurer, J. (2011). IMPULS-Test – eine testtheoretische Untersuchung. Diplomarbeit, Universität Wien, Fakultät für Psychologie.

van der Klauuw, N. (2010). Evaluierung von verhältnisbezogenen Arbeitsstress-Interventionen von drei betrieblichen IMPULS-Projekten. Diplomarbeit, Universität Wien, Fakultät für Psychologie.

STATISTIK AUSTRIA – Bundesanstalt Statistik Österreich (2014): ÖNACE 2008. Klassifikation der Wirtschaftstätigkeiten. URL (Zugriff am 9.11.2015): http://www.statistik.at/web_de/klassifikationen/klassifikationsmitteilung/beschreibung/index.html

 

Zimpel, S. (2011). IMPULSe gegen Arbeitsstress: Gesamtevaluation von 11 betrieblichen Projekten zur Reduktion von Arbeitsstress. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Universität Wien, Fakultät für Psychologie.

Professionelle Lösungen  für verschiedene Anforderungen